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Dehons Geburtstage – aus der Sicht der Anderen

Zwei ziemlich unterschiedliche Stimmen anlässlich seines 80. Geburtstages. Zum Einen ist dies ein Artikel aus einer (uns leider unbekannten) römischen Zeitung, zum anderen der Glückwunsch des Bischofs von Soissons, erschienen in der Bistumszeitung ‘Semaine Religieuse de Soissons’. Die unterschiedliche Akzentsetzung in der Erinnerung an Dehon ist offensichtlich: während für Rom Dehon im Dienst der katholischen Soziallehre in Erinnerung hat, bleibt er für die Diözese Soissons vor allem der Pfarrgeistliche und Gründer des Gymnasiums St. Jean.

Zunächst also der Text einer römischen Zeitung, die 1923 den ‘bedeutenden Soziologen und Gründer der Priester des Heiligsten Herzens Jesu’ beglückwünscht und dann fortfährt:

"P. Dehon ist in Rom zu bekannt als das wir umhin kämen, von ihm und seinem Wirken zu sprechen. Er ist nicht nur bekannt durch die große Wohltat, die er der Kirche erwies in der Gründung der Kongregation der Priester des Hl. Herzens Jesu, die momentan über 700 Mitglieder in Europa und in den Missionen Afrikas und Amerikas zählt, sondern auch für die zahlreichen religiösen und sozialen Werke, denen er seinen apostolischen und unermüdlichen Eifer in den vielen Jahren seines Aufenthaltes in Rom gewidmet hat.

Wir erinnern uns vor allem, wie er als bedeutender Soziologe in den hier gehaltenen Vorträgen über die Direktiven des Papstes Leo XIII. vor zahlreichen Eminenzen und tausenden von Zuhörern die soziale und ökonomische Krise behandelte. Voll erleuchteten Geistes wies er auf das in unserer Zeit Notwendigste hin, die Wiedergesundung der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wies er der Lösung der großen wirtschaftlichen und sozialen Probleme eine besondere Bedeutung zu…Dehon schrieb zahlreiche soziologische Bücher, so das ‘Sozial-christliche Handbuch’, ‘Die sozial-christliche Erneuerung’ etc..." (Archivio Dehoniano, INV-Nr 0014159)

Ganz anders der Ton, den der Bischof von Soissons Mgr. Henri Binet in der ‘Semaine Religieuse de Soissons’ (der Bistumszeitung) am 17.3.1923 anschlägt :

„Von Brüssel bis Rom, in Afrika und Amerika sind Sie einer der verdientesten und angesehendsten Söhne [dieser Diözese]. Ohnegleichen sind die Verdienste, die sie seit jenen fernen Tagen erlangt haben, da Sie als junger Vikar der Basilika Kontakt zu der Jugend St. Quentin’s bekamen, die Sie über alle Maßen liebten… Für die Jugend waren Sie ein Vater und Vorgesetzter, ein Motor und Gründer zahlreicher Unternehmungen. Sie haben das Kolleg Saint-Jean gegründet, dessen zahlreiche und ausgezeichnete Schulgemeinde sich mit den berühmtesten katholischen Schuleinrichtungen messen konnte.

Mit all jenen in Aisne, vor allem in Saint-Quentin, die Sie gekannt und bewundert haben, stehe ich vor Ihnen wie der alte levitische Priester vor Judith, und die Hände zu Ihrer Segnung ausgebreitet, sage ich Ihnen: ‚Sie sind die Ehre Jerusalems, Sie sind die Freude Israels!‘“ (Semaine Religieuse de Soissons, 17.3.1923)

Unterschiedliche Erinnerungen an ein und denselben Mann : In St. Quentin der Mann der lokal begrenzten Tat, der Werke im Dienst der Jugend, in Rom der Mann der Lehre und Propaganda mit einem weit ausholenden Blick für die soziale Frage. Zeugnisse, die anlässlich des 80. Geburtstages z.T. auf verschiedene Phasen des Lebens von Léon Dehon verweisen, die aber auch auf die Komplexität seiner Interessen und Fähigkeiten, seiner Person verweisen.




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