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Spanien 1936

Mit der Figur des Seligen P. Juan Méndez berühren wir eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren spanischen Geschichte, die Verfolgung der katholischen Kirche im spanischen Bürgerkrieg (1936-1939), in dem sich Nationalisten und Republikaner gegenüberstanden. Ca. 550 000 Menschen fielen diesem Bürgerkrieg zum Opfer. Dieser Bürgerkrieg, vor allem bis August 1937, ist der Rahmen, in dem ein sich seit über 100 Jahren entwickelnder Antiklerikalismus systematisch in Verfolgung und Ermordung von Klerikern, Ordensleuten und engagierten Laien sowie der Zerstörung von Kirchen entlädt.

Mariano García Méndez wurde am 25. September 1891 in San Esteban de los Patos (Provinz Avila geboren) als der Erste von 15 Geschwistern geboren. Nach der Seminarzeit wurde er am 18.3.1916 zum Priester der Diözese Avila geweiht und war als Diözesanpriester bis 1925 in verschiedenen Pfarreien tätig. Seine Sehnsucht nach größerer Vollkommenheit ließ ihn mehrmals Versuche unternehmen, Ordensmann zu werden (Dominikaner, Karmeliten), immer wieder jedoch ließ ihn seine Gesundheit in diesem Vorhaben scheitern.

Nach dem Noviziat in Novelda (Alicante) legte er am 31.10.1926 die Ersten Gelübde ab, anlässlich derer er Juan María de la Cruz als Ordensnamen wählte. Nach einem wenig erfolgreichen Einsatz als Pädagoge in der Schule in Novelda, versah er von 1929 an geradezu das Leben eines Wanderpredigers: Er hatte die mühsame Aufgabe übernommen, durch Dörfer und Städte zu ziehen, um sowohl um Geld zu betteln als auch Schüler bzw. Ordenskandidaten für die ordenseigenen Schulen anzuwerben.
Am 23. Juli 1936 reiste P. Mendez nach Valencia, um bei einer Wohltäterin der Herz-Jesu-Priester Zuflucht zu suchen.

"Auf dem Weg vom Bahnhof zum Haus von Frau Pilar kam er vor der Kirche ‚de los Juanes’ vorbei, die mitten im Stadtzentrum... lag. Dort sah er zu seinem Entsetzen das ‚schreckliche Schauspiel’ - es sind seine eigenen Worte -, wie Männer die Ausstattung der Kirche zusammentrugen und die Kirche anzündeten. Statt schweigend vorüberzugehen, äußerte Pater Mendez deutlich sein Mißfallen über die Brandschatzung der Kirche. Als die Brandstifter zueinander sagten: ‚Der da ist ein Reaktionärer’! Antwortete er: ‚Nein! Ich bin Priester.’ Sogleich wurde er von Freiwilligen der Republikaner verhaftet und ins Gefängnis Modelo de Valencia eingeliefert. Zeugen berichteten später von seinem vorbildlichen Lebenswandel als Priester im Gefängnis, wo er sein Ordensleben weiterlebte, seelsorglich tätig war und sich auf das drohende Martyrium vorbereitete... Vom 23. auf den 24. August 1936 wurde er nacht zu später Stunde mit neun weitren Gefangenen südlich von Valencia erschossen. Am 24. August wurden die Leiber der Hingerichteten auf dem Friedhof in Silla in einem Massengrab verscharrt." (Bothe, Märtyrer der Herz-Jesu-Priester, S. 14
)

1940 wurden die sterblichen Überreste von P. Mendez ausgegraben, später nach Puente la Reine (Navarra) überführt. 1959 begann das Ermittlungsverfahren zur Seligsprechung. Am 11. März 2001 hat Papst Johannes Paul II. P. Mendez zusammen mit anderen spanischen Märtyrern selig gesprochen.


P. Juan María de la Cruz Méndez scj


Einleitung
Deutschland 1941